19.06. Info-Veranstaltung: Die Situation auf der Balkanroute mit Cars of Hope

Im Gespräch mit Cars of Hope: Die Situation der Geflüchteten auf der Balkanroute

19. Juni 2019, 20:00 Uhr. Hambi Camp 2.0 im Garten von Oberstraße 14 (einfach hinten rum kommen) in Morschenich.

Dean arbeitete mehr als 8 Monate lang mit Flüchtlingen in Bosnien. Er wird über seine Erfahrungen in Bosnien und Athen sprechen

René arbeitet seit 2015 auf der Balkanroute und war in Ungarn, Bosnien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Griechenland und Österreich aktiv.

Cars of hope ist als selbstorganisierte Initiative seit 2015 auf der Balkanroute aktiv.

In den letzen 4 Jahren haben wir in Bosnien, Kroatien, Slowenien, Ungarn, Serbien, Österreich und Griechenland gearbeitet. Einige von uns haben auch Geflüchtete in Calais (Frankreich) unterstützt.

Während die Menschen 2015 voller Hoffnung waren, ist das Bild im Jahr 2019 ein komplett anderes: Hunger, Obdachlosigkeit und Polizeigewalt führen zu Verzweiflung, die sich auf der Balkanroute breit gemacht hat.

Es ist viel bekannt über die tödliche Situation auf dem Mittelmeer. Weniger bekannt ist die systematische Polizeigewalt auf der Balkanroute und in Ländern wie z.B. Frankreich gegen Menschen, die sich auf der Flucht befinden. Als wir 2018 in Bosnien gearbeitet haben, mussten wir unsere Planung immer wieder ändern, weil täglich Geflüchtete von der bosnisch-kroatische Grenze zurückkehrten. Viele von ihnen waren der willkürlichen Gewalt der kroatische Polizei ausgesetzt und kamen verletzt wieder. Also mussten wir jeden Tag erst einmal Verletzte notdürftig versorgen. Ärzte ohne Grenzen unterstützten uns dabei – wegen mangelnder Kapazitäten, leider nur punktuell.

Es fehlt, wie überall auf der Balkanroute, sogar an den notwendigsten Lebensmitteln. Seit dem 31.März diesen Jahres werden in Griechenland anerkannte Geflüchtete in Etappen aus Wohnungen und Camps zwangsgeräumt. Zusätzlich werden ihnen die 150 Euro Taschengeld gestrichen. Insgesamt geht es um mehrere Tausend Menschen.

Unsere Arbeit unterscheidet sich von vielen der größeren NGO’s darin, dass wir lokale Kontakte vor Ort haben und uns mit den Geflüchteten gemeinsam erst einmal eine Übersicht verschaffen und dann gemeinsam mit diesen Menschen unsere konkreten Hilfsprojekte planen und umsetzen.

In den vergangenen Jahren verteilten wir u.a. Nahrungsmittel, Schuhe und Hygieneartikel an Tausende von Geflüchteten. In Bosnien haben wir auch einen Container, der als Notunterkunft für Familien fungiert, kernsaniert. In Thessaloniki (Griechenland) bauten wir die Infrastruktur (Strom, warmes Wasser und einen neuen Boden) für eine Küche, in der für obdachlose Geflüchtete gekocht wurde. In Thessaloniki mieteten wir außerdem diverse Apartments an, wo wir obdachlose Geflüchtete untergebracht haben.

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Ohne die großartige Unterstützung von den vielen Menschen, die mit uns auf die Balkanroute gefahren sind oder die gespendet haben, wäre unsere Hilfe nicht möglich gewesen.
Auch dieses Jahr haben wir viel vor und werden unsere Arbeit auf der Balkanroute fortsetzen, denn die Situation verschärft sich immer mehr. Dabei brauchen wir eure Unterstützung.

Mit eurem Geld wollen wir obdachlose Geflüchtete in Griechenland mit dringend benötigten Nahrungsmitteln versorgen.
Außerdem besteht gerade in Bosnien ein akuter Mangel an Medikamenten und Verbandszeug (s.o.).
Zudem werden wir Nahrungsmittel verteilen.

Ihr könnt unsere Arbeit mit einer Spende via PayPal (PayPal Adresse: carsofhopewtal@gmail.com), oder durch eine Überweisung auf unser Spendenkonto unterstützen:

Kontoverbindung
Volksbank im Bergischen Land
Kontoinhaber: Hopetal e.V.
Verwendungszweck: Cars of Hope
IBAN: DE51 3406 0094 0002 9450 87
BIC: VBRSDE33XXX

Obwohl wir ein eingetragener Verein mit einer dementsprechend ordentlich geführten Buchhaltung sind, sind wir nicht als gemeinnützig anerkannt. Wir haben uns bewusst dazu entschieden die Gemeinnützigkeit nicht zu beantragen, nachdem mehreren Vereinen in den vergangenen Monaten die Gemeinnützigkeit nachträglich aberkannt wurde.
Über unsere Gründe könnt ihr auf unsere Webseite mehr erfahren: https://cars-of-hope.org/spenden/
Danke für euer Verständnis.

 

 

KüfA und Hambi Kurzfilmabend mit Referent 13.06.

Am 13.06. gibt es bei uns wie jeden Donnerstag wieder leckere KüfA (Küche für Alle), diesmal aber mit anschlieszender Filmvorführung. Die gezeigten Kurzfilme ermöglichen einen Einblick in die Kämpfe um den Hambacher Forst in dem Zeitraum 2013-2015. Begleitet werden die Kurzfilme durch Kommentare des Referenten.
KüfA beginnt um 20:00, Filmvorführung danach 🙂

 

Vortrag „Anarchist Defence Fund“ 19:00, 27. Juni

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Am 27. Juni um 19:00 gibt es einen Vortrag vom Anarchist Defence Fund und danach KüfA. Der Vortrag wird auf Englisch stattfinden mit deutscher Flüsterübersetzung als Möglichkeit.

Der Anarchist Defence Fund  unterstützt Anarchist_innen auf der ganzen Welt, wenn sie verfolgt werden oder sich in einer schwierigen Lebenssituation aufgrund ihrer politischen Ideen oder Aktivitäten wiederfinden.

Der Anarchist Defence Fund richtet sich nach dem Solidaritätsmodell des International Anti-Fascist Defence Fund, der Antifaschist_innen mit Erfolg ähnliche Unterstützung gewährt.

Es wird am 27. Juni um 19:00 einen Vortrag vom Anarchist Defence Fund geben und danach KüfA. Der Vortrag wird auf Englisch stattfinden mit deutscher Flüsterübersetzung als Möglichkeit.

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There will be a talk on the 27th of June at 7pm and kitchen for all afterwards. The talk will be in english with german translation possible.

The Anarchist Defence Fund provides support to anarchists around the world who are persecuted or find themselves in a difficult life situation because of their political ideas or activities.

The Anarchist Defence Fund incorporates the mode of solidarity introduced by the International Anti-Fascist Defence Fund which successfully provides similar support to antifascists.

 

Filmvorführung und Diskussion „Deckname Jenny“ 14 Juni, 20:00

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Wir freuen uns euch diesen schönen Film zeigen zu können und noch dazu eine offene Diskussion zu starten  miteinander.

„Friday for future“, RWE baggert weiter. NGOś vereinnahmen den Widerstand gegen Klimawandel, die Partei „Die Grünen“ sahnen ab fürs Nixtun. Rechtsruck in Europa. Ertrunkene Menschen im Mittelmeer. Und der Staat kriminalisert Seenotrettung.

Jennys Bande schaut nicht mehr zu. Und handelt. Doch als Jennys Vater deren militante Ambitionen herausfindet, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit als Mitglied einer Stadtguerillagruppe stellen. Und nun wird es für alle Beteiligten eng…

hochaktuell * generationsübergreifend * mit Augenzwinkern * subversiv * anarchistisch * aus einem queeren & feministischen Blickwinkel *

Mit Teilen des TEAMs: Filmgespräch und Diskussion über Widerstand gegen Klimawandel und andere Fragen

 

https://www.facebook.com/events/2352855561653832/

 

 

‚Transhumanistische Mythologie – Rechte Utopien einer technologischen Erlösung durch künstliche Intelligenz‘ Buchvorstellung im Hambi Camp

Am Montag dem 15. April um 17:00 gibt es eine Buchvorstellung und Diskussion mit Max Franz Johann Schnetker zu seinem Buch ‚Transhumanistische Mythologie – Rechte Utopien einer technologischen Erlösung durch künstliche Intelligenz‘

 

Unter den neuen Machteliten, die das Silicon Valley hervorgebracht hat, macht neuerdings eine Sorge die Runde, die nichts Geringeres betrifft als die Zukunft der Menschheit: Was, wenn die Erforschung künstlicher Intelligenz am Ende eine künstliche Gottheit hervorbringt, die uns alle vernichtet?

Während die einen vor dem Untergang warnen, prophezeien die anderen, dass uns die göttlichen Maschinen in ein digitales Himmelreich führen werden. Doch bei genauem Hinsehen entpuppt sich die Vision beider Seiten als Mythologie ohne Bezug zur Realität. Trotzdem werden unter dem Deckmantel des Kampfes gegen die digitale Apokalypse autoritäre Politikformen normalisiert, Ausbeutung vorangetrieben und Eugenik salonfähig gemacht.

In Transhumanistische Mythologie wird der Diskurs um superintelligente KI kritisch untersucht. Es zeigt sich, dass er das Potenzial hat, sich zu einer Herrschaftsmythologie des digitalen Zeitalters zu entwickeln.

Unter den neuen Machteliten, die das Silicon Valley hervorgebracht hat, macht neuerdings eine Sorge die Runde, die nichts Geringeres betrifft als die Zukunft der Menschheit: Was, wenn die Erforschung künstlicher Intelligenz am Ende eine künstliche Gottheit hervorbringt, die uns alle vernichtet?

Während die einen vor dem Untergang warnen, prophezeien die anderen, dass uns die göttlichen Maschinen in ein digitales Himmelreich führen werden. Doch bei genauem Hinsehen entpuppt sich die Vision beider Seiten als Mythologie ohne Bezug zur Realität. Trotzdem werden unter dem Deckmantel des Kampfes gegen die digitale Apokalypse autoritäre Politikformen normalisiert, Ausbeutung vorangetrieben und Eugenik salonfähig gemacht.

In Transhumanistische Mythologie wird der Diskurs um superintelligente KI kritisch untersucht. Es zeigt sich, dass er das Potenzial hat, sich zu einer Herrschaftsmythologie des digitalen Zeitalters zu entwickeln.